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Gesundheitsversicherungen sind gefragt.

Gesundheitsversicherungen sind gefragt.

Dass die Pandemie das Verhalten der Belgier in Bezug auf die Gesundheitsversorgung grundlegend verändert hat, ist eine Binsenwahrheit. Es ist daher nicht verwunderlich, dass immer mehr Belgier Gesundheitsversicherungen für wichtig halten.

Gesundheitsversicherungen können als Privatperson, als Selbständiger oder über eine Kollektivversicherung beim Arbeitgeber abgeschlossen werden.

Laut einer Studie von Assuralia (dem Berufsverband der Versicherungsunternehmen) verfügen 8 von 10 Haushalten in unserem Land bereits über eine Hospitalisationsversicherung und sind damit sehr zufrieden. Neu hingegen ist der Aufstieg der Versicherungen für ambulante Pflege und Zahnbehandlung, die vor einigen Jahren noch nur einen sehr bescheidenen Verbreitungsgrad hatten. Jeder fünfte Belgier hat inzwischen eine Zahnversicherung und jeder siebte eine Versicherung für ambulante Pflege. Die Versicherung ambulanter Pflege findet allmählich ihren Weg zu einem breiteren Publikum, und dies vor allem über Arbeitgeber, die bereits eine Hospitalisationsversicherung anbieten. Drei von vier Belgiern halten eine Versicherung ambulanter Pflege nämlich ebenfalls für nützlich. Ambulante Leistungen sind medizinische und paramedizinische Leistungen, die, losgelöst von einer Hospitalisation, in der Regel außerhalb des Krankenhauses stattfinden. Eine Versicherung für ambulante Kosten sieht beispielsweise Erstattungen für Medikamente, Konsultationen, gelegentlich Zahnbehandlung, Brille oder Kontaktlinsen, Hörgeräte, Physiotherapie, Osteopathie, Psychologe usw. vor.

Arbeitnehmer wünschen sich, dass ihr Arbeitgeber eine derartige Deckung anbietet. Wenn Sie ihnen eine Auswahlliste mit verschiedenen zusätzlichen Sozialleistungen vorlegen, die sie heute noch nicht haben, schneiden die Hospitalisationsversicherung und die Versicherung ambulanter Pflege sehr gut ab; besser als Dienstwagen, Zuschuss zu Internet/Strom oder zusätzliche Urlaubstage.

Zumal heute — nach Abzug von Sozialversicherung und Versicherungen — 19 % der Gesundheitsausgaben von insgesamt € 50,8 Milliarden (Zahlen 2019) vom Patienten selbst getragen werden, also etwa € 9,5 Milliarden. 68 % davon betreffen ambulante Kosten; umgerechnet bedeutet dies, dass jährlich durchschnittlich Kosten von € 567 pro Person für ambulante Leistungen anfallen. 14 % der Haushalte geben zu, bereits eine medizinische Behandlung aus finanziellen Gründen verschoben zu haben.

Über welche Kostenposten in Bezug auf medizinische Behandlung macht sich der Belgier die meisten Sorgen?

Die Top‑5:

  • Kosten bei langfristigen Behandlungen, z. B. Krebs, Parkinson, Demenz
  • Medikamente, die nicht erstattet werden
  • Kosten für Zahnimplantate, Kronen und Kieferorthopädie
  • Kosten bei seltenen (chronischen) Krankheiten
  • Mehr und teurere Medikamente mit zunehmendem Alter

Eine Versicherung «gewaarborgd inkomen» ist kein Luxus

Laut einer Studie der Vlerick School in Zusammenarbeit mit La Libre Belgique und De Standaard schätzen 90 % der Arbeitnehmer sehr, wenn der Arbeitgeber eine Versicherung für gewaarborgd inkomen anböte.

Ist ein Arbeitnehmer einige Tage, eine Woche bis maximal einen Monat krank, so ist das kein Problem. Dann wird sein Gehalt gewöhnlich weiterbezahlt. Die Probleme treten jedoch ab dem 2. Monat und bei Langzeiterkrankungen auf.

Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt dann im ersten Jahr eine Leistung in Höhe von 60 % des Bruttogehalts. Für viele reicht das nicht aus, um den Lebensstandard zu halten, zumal auf die Berechnung des Ersatzinkommens von 60 % eine Deckelung von rund € 45.000 Bruttogehalt besteht (60 % von € 45.000 Bruttogehalt = € 27.000 pro Jahr). Viele Arbeitnehmer verdienen mehr als diese Deckelung und fallen bei Krankheit oder Arbeitsunfähigkeit daher auf weniger als 60 % ihres Bruttoeinkommens zurück. In vielen Fällen bedeutet dies für Besserverdienende 40 bis 45 % ihres Bruttoeinkommens. Dadurch geraten viele in finanzielle Schwierigkeiten.

Eine Versicherung «gewaarborgd inkomen» für Arbeitnehmer kann hier die Lösung sein. Es ist jedoch hinzuzufügen, dass mit dieser Versicherung nicht alle Probleme gelöst werden. Diese Versicherung bietet keinen 100%igen Lohnersatz, sondern 70 bis 80 %. Das ist nahezu das Doppelte dessen, was einige von der gesetzlichen Krankenversicherung erhielten.

Natürlich kann auch hier eine Privatperson oder ein Selbständiger individuell eine Police für gewaarborgd inkomen abschließen.

Wie sieht es mit einem Burn‑out aus?

Auch die Versicherer haben eine Rolle in der Gesundheitsprävention, beispielsweise in der Phase vor und nach einem Burn‑out. So bieten einige Versicherungsgesellschaften den Versicherten ein Reintegrationprogramm an. Es handelt sich dabei um eine «maßgeschneiderte» Begleitung durch Spezialisten. Man ist sich bewusst, dass das Auskurieren zu Hause nicht hilft. Und dass die Betroffenen so schnell wie möglich wieder an den Arbeitsplatz geführt werden müssen, um zu vermeiden, dass sie in einen Teufelskreis geraten.

Die meisten Versicherungsgesellschaften versichern Burn‑out. Bei einigen ist es automatisch in der Police für gewaarborgd inkomen eingeschlossen, andere verlangen einen Zuschlag. Der Zuschlag hängt davon ab, wie anfällig das Personal für ein Burn‑out ist. Manager und Mitglieder der Geschäftsführung weisen beispielsweise ein höheres Risiko auf als Arbeiter mit schwerer körperlicher Tätigkeit.

Dennoch kann es Unterschiede zwischen den Gesellschaften geben.

So gibt es die Wartezeit. Wird ein Eingreifen nach 1 Monat Arbeitsunfähigkeit gewährt oder gibt es eine längere Wartezeit? Im ersten Monat der Arbeitsunfähigkeit wird das Gehalt des Arbeitnehmers weiterhin bezahlt. Nach 1 Monat erhält der Arbeitnehmer 60 % seines Bruttogehalts (allerdings begrenzt).

Ein weiterer Unterschied kann in der Dauer der Leistungen bestehen. Normalerweise greift eine Versicherung für gewaarborgd inkomen bis zum Rentenalter, aber im Fall eines Burn‑outs ist dies in vielen Fällen auf 2 Jahre begrenzt. Einige Gesellschaften verlängern diese Periode, kürzen jedoch die Höhe der Leistung.

Für die zeitliche Begrenzung gibt es eine logische Erklärung. Ein gut behandeltes Burn‑out dauert vier bis sechs Monate. Experten sind sich nämlich einig, dass ein Burn‑out höchstens zwei Jahre andauern kann.

Möchten Sie mehr über Gesundheitsversicherungen erfahren, wenden Sie sich dann an einen Versicherungsmakler in Ihrer Nähe.

Quelle: Assuralia/Nextmove

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