
Nachlassplanung: Was geschieht später mit dem Vermögen, das Sie heute aufbauen?
Eine Wohnung, Ersparnisse, Anlagen, Altersvorsorge … Im Laufe Ihres Lebens bauen Sie Schritt für Schritt ein Vermögen auf. Dabei denken Sie meist an Rendite, Risiko und finanzielle Sicherheit.
Doch es gibt auch eine wichtige Frage für später: Was geschieht mit Ihrem Vermögen, wenn Sie nicht mehr da sind?
Die Nachlassplanung hilft Ihnen, vorausschauend zu handeln und dafür zu sorgen, dass Ihr Vermögen möglichst dort ankommt, wo Sie es wünschen. Sie ist daher kein eigenständiger Bereich, sondern eine logische Ergänzung Ihrer gesamten Vermögensplanung.
Warum Nachlassplanung wichtig ist
Vermögen aufzubauen ist das eine. Zu bestimmen, wie dieses Vermögen später übertragen wird, ist mindestens ebenso wichtig.
Ohne Vorbereitung können gesetzliche Regelungen bestimmen, wer was erbt. Das entspricht nicht immer Ihren persönlichen Wünschen. Vielleicht möchten Sie Ihren Partner zusätzlich absichern, Ihre Kinder gleich behandeln, ein Enkelkind unterstützen oder einer besonderen Familiensituation Rechnung tragen.
Die Nachlassplanung kann Ihnen auch dabei helfen, einen Überblick über die möglichen finanziellen Folgen für Ihre Erben zu erhalten. Dabei spielen unter anderem Ihre Familiensituation, die Zusammensetzung Ihres Vermögens sowie die geltenden rechtlichen und steuerlichen Vorschriften eine Rolle.
Wann sollten Sie damit beginnen?
Viele Menschen denken erst in späteren Lebensjahren an die Nachlassplanung. Es kann jedoch sinnvoll sein, sich schon früher damit zu befassen, insbesondere wenn Sie:
- eine Wohnung oder eine andere Immobilie besitzen;
- Ersparnisse oder Anlagen aufgebaut haben;
- Kinder oder Enkelkinder haben;
- Ihren Partner finanziell absichern möchten;
- selbstständig sind oder ein Unternehmen führen;
- bereits Schenkungen vorgenommen oder andere Regelungen getroffen haben.
Die Nachlassplanung ist zudem keine einmalige Angelegenheit. Ihr Leben und Ihr Vermögen verändern sich. Eine Heirat, das Zusammenleben, eine Scheidung, eine Geburt, der Kauf oder Verkauf einer Immobilie, die Pensionierung oder ein Todesfall in der Familie können Anlass sein, Ihre Planung erneut zu überprüfen.
Ein regelmäßiger finanzieller Check-up ist daher ein guter Zeitpunkt, auch die spätere Übertragung Ihres Vermögens in den Blick zu nehmen.
Beginnen Sie mit Ihrer persönlichen Situation
Es gibt keine Standardlösung, die für alle geeignet ist. Eine gute Nachlassplanung geht von Ihren Wünschen und Ihrer Situation aus.
Denken Sie beispielsweise über folgende Punkte nach:
- Wen möchten Sie finanziell absichern?
- Wem möchten Sie etwas hinterlassen?
- Möchten Sie bestimmte Vermögenswerte bestimmten Personen zuweisen?
- Wie ist Ihre Familie zusammengesetzt?
- Welche Vermögenswerte besitzen Sie heute?
- Welche Vereinbarungen bestehen bereits, beispielsweise durch einen Ehevertrag, ein Testament oder eine Schenkung?
Auch die Art Ihres Vermögens ist wichtig. Immobilien, bewegliche Güter, Anlagen, Bankguthaben und Versicherungen können jeweils einen anderen Ansatz erfordern.
Die mögliche Rolle einer Lebensversicherung
Eine Lebensversicherung kann im Rahmen einer Nachlassplanung eines der möglichen Instrumente sein. Über eine Begünstigungsklausel können Sie festlegen, wer nach den Bedingungen des Vertrags im Todesfall ein Kapital erhält.
Das kann beispielsweise relevant sein, wenn Sie einen Partner, ein Kind oder eine andere nahestehende Person finanziell absichern möchten. Lebensversicherungen können auch im Rahmen bestimmter Schenkungs- oder Nachlassstrukturen eingesetzt werden.
Die richtige Wahl hängt von verschiedenen Faktoren ab, beispielsweise:
- Ihrem Vermögen und Ihren finanziellen Zielen;
- Ihrer Familiensituation;
- dem gewünschten Schutz für Ihren Partner oder andere Hinterbliebene;
- der Formulierung der Begünstigungsklausel;
- den geltenden rechtlichen und steuerlichen Vorschriften.
Eine Lebensversicherung ist daher keine automatische Lösung, kann jedoch ein wertvoller Bestandteil einer umfassenderen Planung sein.
Denken Sie über die Rendite hinaus
Bei der Vermögensplanung geht es nicht nur darum, welche Rendite Sie erzielen. Auch Schutz, Altersvorsorge, Steuern und die spätere Übertragung Ihres Vermögens verdienen Aufmerksamkeit.
Indem Sie rechtzeitig über Ihre Nachlassplanung nachdenken, schaffen Sie mehr Klarheit für sich selbst und für die Menschen, die Sie absichern möchten. Außerdem können Sie Ihre Entscheidungen anpassen, wenn sich Ihre persönliche oder finanzielle Situation verändert.
Möchten Sie wissen, welche Versicherungsmöglichkeiten in Ihrer Situation relevant sein könnten? Besprechen Sie Ihre Pläne mit Ihrem Versicherungsmakler. Er kann gemeinsam mit Ihnen Ihren Bedarf ermitteln und bei Bedarf mit einem Notar oder einem anderen Spezialisten zusammenarbeiten.
FAQ
Überprüfen Sie Ihre Planung bei wichtigen Veränderungen wie Heirat, Zusammenleben, Scheidung, Geburt, Kauf oder Verkauf von Immobilien, Pensionierung oder einem Todesfall in der Familie. Auch ein regelmässiger Finanzcheck ist ein geeigneter Zeitpunkt.
Das hängt von Ihrer konkreten Familiensituation, bestehenden Vereinbarungen und den gewählten Lösungen ab. Eine Lebensversicherung mit einer sorgfältig formulierten Begünstigungsklausel kann eine mögliche Möglichkeit sein, einen Partner finanziell zu schützen.
Erstellen Sie eine Übersicht über Ihre Immobilien, Ersparnisse, Anlagen, Versicherungen und allfälligen unternehmerischen Tätigkeiten. Bringen Sie auch bestehende Dokumente mit, wie einen Ehevertrag, ein Testament, Schenkungsurkunden und Versicherungspolicen.
Eine Lebensversicherung kann Teil einer umfassenderen Nachlassplanung sein, da Sie über die Begünstigungsklausel festlegen, wer gemäss Vertrag im Todesfall ein Kapital erhält. Die rechtlichen und steuerlichen Folgen hängen von Ihrer persönlichen Situation und den geltenden Vorschriften ab.
Ein Versicherungsmakler kann Ihre Bedürfnisse und bestehenden Versicherungen erfassen, Möglichkeiten vergleichen und Ihr Dossier betreuen. Bei spezifischen rechtlichen oder steuerlichen Fragen kann eine Zusammenarbeit mit einem Notar oder einem anderen Spezialisten erforderlich sein.
Share
Tipps, Infos und
Inspirationen
Häufig gestellte
Fragen
Finden Sie schnell die Antworten auf die häufigsten Fragen zu Maklern in der Versicherungsbranche.
Mehr Fragen ansehenEin Versicherungsmakler ist Ihr bevorzugter Ansprechpartner für Versicherungen, den Aufbau Ihrer Pension sowie für Spar- und Anlagefragen. Er analysiert Ihre Situation und Ihre Risiken, berät Sie zu den Deckungen und sucht eine geeignete Lösung bei mehreren Versicherungsgesellschaften. Er erledigt Verwaltungsaufgaben (Angebote, Policen, Bescheinigungen), begleitet Sie bei Änderungen und setzt sich im Schadensfall für Sie ein.
Der große Vorteil beim Versicherungsmakler ist die Kombination aus Deckung + Beratung + Betreuung: Ein Makler achtet auf Ausschlüsse, Selbstbeteiligungen und „Lücken“ in Ihrem Versicherungsschutz und steht Ihnen auch nach Abschluss der Versicherung zur Seite.
Ein (Versicherungs)makler ist ein selbstständiger Unternehmer und arbeitet für verschiedene Versicherungsgesellschaften. Dank seiner umfassenden Marktkenntnis schlägt der (Versicherungs)makler Ihnen die passende Versicherung zum richtigen Preis vor, wobei er Ihre Situation berücksichtigt.
- Versicherungsmakler: Arbeitet als unabhängiger Vermittler und kann bei verschiedenen Versicherungsgesellschaften nach geeigneten Lösungen suchen.
- Versicherungsagent: Arbeitet für eine Versicherungsgesellschaft und für einen begrenzten Kreis von Partnern.
- Direkt: Sie schließen und verwalten Ihre Versicherung direkt bei einer Versicherungsgesellschaft, oft digital, mit weniger persönlicher Beratung und Begleitung im Schadensfall.