
Cyberversicherung für Unternehmen: Warum sie heute unverzichtbar ist
Mit weltweit fast 600 Millionen Cyberangriffen pro Tag ist Cyberkriminalität längst kein weit entferntes Problem mehr. Für belgische Unternehmen lautet die Frage nicht mehr, ob sie jemals von einem Cybervorfall betroffen sein werden, sondern wann.
Dennoch unterschätzen viele Selbstständige, KMU und Unternehmen das Risiko. „Wir arbeiten nicht online“ oder „Wir sind zu klein für Hacker“ sind häufige Reaktionen. In der Praxis nutzt jedoch nahezu jedes Unternehmen digitale Tools – und genau darin liegt die Gefahr.
Fast jedes Unternehmen ist online aktiv
E-Mails versenden, Online-Banking nutzen, Kundendaten speichern, online fakturieren, Cloud-Software verwenden oder Informationen recherchieren: All das gehört in fast jedem Unternehmen zum Alltag.
Zahlen zufolge nutzen 94 % der Unternehmen Online-Dienste. Das bedeutet, dass auch Unternehmen, die sich selbst nicht als „digital“ betrachten, dennoch anfällig für Cyberangriffe sind.
Hacker haben es außerdem nicht nur auf große Unternehmen abgesehen. Kleine Unternehmen und Selbstständige sind oft gerade deshalb attraktiv, weil ihre Sicherheitsmaßnahmen weniger umfassend sind. Eine Phishing-Mail, ein infizierter Anhang oder ein schwaches Passwort kann bereits ausreichen, um erheblichen Schaden zu verursachen.
Warum Ihre bestehenden Versicherungen meistens nicht ausreichen
Viele Unternehmer gehen davon aus, dass ihre aktuellen Versicherungen auch Cyberrisiken abdecken. In Wirklichkeit ist das oft nicht der Fall.
Berufshaftpflichtversicherung
Eine Berufshaftpflichtversicherung deckt Schäden an Dritten ab, die durch Fehler in Ihrer beruflichen Dienstleistung entstehen. Sie greift beispielsweise ein, wenn ein Kunde durch eine falsche Beratung oder eine berufliche Nachlässigkeit einen Schaden erleidet.
Schäden durch einen Cyberangriff – etwa ein Datenleck, Hacking, Ransomware oder eine längere Nichtverfügbarkeit von Systemen – fallen jedoch in der Regel nicht unter diese Deckung.
Allgefahrenversicherung Informatik
Eine Allgefahrenversicherung Informatik schützt in der Regel Ihre IT-Ausrüstung gegen physische Schäden, etwa durch Brand, Wasserschäden, Diebstahl oder einen Defekt.
Sie deckt jedoch nicht automatisch:
- Verlust oder Diebstahl von Daten;
- Reputationsschäden;
- Lösegeld bei Ransomware;
- Betriebsunterbrechung infolge eines Cyberangriffs;
- Kosten für IT-Experten;
- Haftpflicht gegenüber Kunden oder Lieferanten.
Deshalb ist eine spezifische Cyberversicherung für Unternehmen oft notwendig.
Was deckt eine Cyberversicherung?
Eine Cyberversicherung hilft Ihrem Unternehmen, die finanziellen Folgen eines Cybervorfalls aufzufangen. Sie ersetzt keine Prävention, ist aber ein wesentlicher Baustein Ihres Schutzes.
Eine gute Cyberversicherung umfasst in der Regel drei wichtige Bereiche.
1. Haftpflicht gegenüber Dritten
Wenn Kundendaten, Lieferantendaten oder andere sensible Informationen offengelegt werden, kann Ihr Unternehmen haftbar gemacht werden. Eine Cyberversicherung kann bei Schadenersatzforderungen Dritter sowie den damit verbundenen Kosten eingreifen.
2. Eigene Schäden Ihres Unternehmens
Ein Cyberangriff kann auch Ihr eigenes Unternehmen direkt treffen. Denken Sie an Systeme, die nicht mehr funktionieren, verlorene Daten, Umsatzeinbußen oder Kosten, um alles wieder betriebsbereit zu machen.
Je nach Police kann die Versicherung unter anderem für Folgendes eingreifen:
- Wiederherstellung von Daten und Systemen;
- Kosten für spezialisierte IT-Unterstützung;
- Betriebsunterbrechung;
- Kommunikationskosten;
- Krisenmanagement;
- Wiederherstellung der Reputation.
3. Unterstützung bei einem Cyberangriff
Bei einem Cybervorfall zählt jede Minute. Viele Cyberversicherungen bieten Zugang zu spezialisierter Unterstützung, zum Beispiel durch IT-Experten, Juristen oder Krisenmanager.
Sie helfen dabei, den Angriff zu analysieren, den Schaden zu begrenzen und den Betrieb Ihres Unternehmens so schnell wie möglich wiederherzustellen.
In manchen Fällen kann auch Rechtsschutz vorgesehen sein, auch wenn dies mitunter über einen separaten Vertrag oder eine zusätzliche Garantie erfolgt.
Prävention bleibt wichtig
Eine Cyberversicherung ist keine Ausrede, Sicherheitsmaßnahmen zu vernachlässigen. Versicherer erwarten in der Regel, dass Ihr Unternehmen grundlegende Maßnahmen ergreift, um Cyberrisiken zu begrenzen.
Denken Sie zum Beispiel an:
- starke Passwörter und Multi-Faktor-Authentifizierung;
- regelmäßige Back-ups;
- aktuelle Antivirensoftware;
- gesicherte Netzwerke;
- Schulung der Mitarbeiter zum Thema Phishing;
- klare Verfahren bei Vorfällen.
Je besser Ihre Prävention, desto geringer das Schadensrisiko – und desto stärker Ihre Akte beim Abschluss einer Versicherung.
Lassen Sie sich von einem Versicherungsmakler begleiten
Der Abschluss einer Cyberversicherung erfordert eine gründliche Analyse. Nicht jedes Unternehmen ist denselben Risiken ausgesetzt. Ein Webshop, ein Buchhaltungsbüro, ein Bauunternehmen oder eine Arztpraxis hat jeweils andere Bedürfnisse.
Ein Versicherungsmakler hilft Ihnen dabei:
- Ihre Cyberrisiken korrekt zu erfassen;
- bestehende Versicherungen zu überprüfen;
- die richtigen Garantien zu wählen;
- verschiedene Versicherer zu vergleichen;
- eine maßgeschneiderte Lösung für Ihr Unternehmen zu finden.
So vermeiden Sie unangenehme Überraschungen, wenn tatsächlich ein Cybervorfall eintritt.
Schützen Sie Ihr Unternehmen, bevor es zu spät ist
Cyberangriffe können schwerwiegende finanzielle und operative Folgen haben. Eine Cyberversicherung hilft Ihrem Unternehmen, schneller zu reagieren, Schäden zu begrenzen und unerwartete Kosten aufzufangen.
Möchten Sie wissen, welche Cyberversicherung zu Ihrem Unternehmen passt? Nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Versicherungsmakler auf und lassen Sie sich zu einer maßgeschneiderten Lösung beraten.
FAQ
Ja. Auch kleine Unternehmen und Selbstständige nutzen in der Regel E-Mail, Online-Banking, Cloud-Software oder digitale Kundendaten und sind daher anfällig für Phishing, Hacking oder Datenverlust.
Eine Berufshaftpflichtversicherung deckt in der Regel Fehler in Ihrer beruflichen Dienstleistung ab. Cybervorfälle wie Datenlecks, Ransomware oder nicht verfügbare Systeme sind dort oft nicht mitversichert.
Je nach Police kann eine Cyberversicherung für IT-Wiederherstellung, Datenverlust, Betriebsunterbrechung, Krisenmanagement, Kommunikationskosten und die Haftpflicht gegenüber Kunden oder Lieferanten aufkommen.
Versicherer erwarten in der Regel grundlegende Maßnahmen wie starke Passwörter, Back-ups, Antivirensoftware und Schulungen zum Thema Phishing. Gute Prävention senkt das Risiko und hilft bei der Beurteilung Ihres Dossiers.
Lassen Sie Ihre Risiken und bestehenden Versicherungen von einem Versicherungsmakler prüfen. Er kann die Deckungen vergleichen und eine Lösung finden, die zu Ihrer Branche, Ihrem digitalen Alltag und Ihren Unternehmensrisiken passt.
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Mehr Fragen ansehenEin Versicherungsmakler ist Ihr bevorzugter Ansprechpartner für Versicherungen, den Aufbau Ihrer Pension sowie für Spar- und Anlagefragen. Er analysiert Ihre Situation und Ihre Risiken, berät Sie zu den Deckungen und sucht eine geeignete Lösung bei mehreren Versicherungsgesellschaften. Er erledigt Verwaltungsaufgaben (Angebote, Policen, Bescheinigungen), begleitet Sie bei Änderungen und setzt sich im Schadensfall für Sie ein.
Der große Vorteil beim Versicherungsmakler ist die Kombination aus Deckung + Beratung + Betreuung: Ein Makler achtet auf Ausschlüsse, Selbstbeteiligungen und „Lücken“ in Ihrem Versicherungsschutz und steht Ihnen auch nach Abschluss der Versicherung zur Seite.
Ein (Versicherungs)makler ist ein selbstständiger Unternehmer und arbeitet für verschiedene Versicherungsgesellschaften. Dank seiner umfassenden Marktkenntnis schlägt der (Versicherungs)makler Ihnen die passende Versicherung zum richtigen Preis vor, wobei er Ihre Situation berücksichtigt.
- Versicherungsmakler: Arbeitet als unabhängiger Vermittler und kann bei verschiedenen Versicherungsgesellschaften nach geeigneten Lösungen suchen.
- Versicherungsagent: Arbeitet für eine Versicherungsgesellschaft und für einen begrenzten Kreis von Partnern.
- Direkt: Sie schließen und verwalten Ihre Versicherung direkt bei einer Versicherungsgesellschaft, oft digital, mit weniger persönlicher Beratung und Begleitung im Schadensfall.